Der Ontologische Materialismus ist kein bloßes Gedankengebäude.
Er versucht eine Struktur zu beschreiben, die unabhängig vom Denken existiert.
Nicht Geist oder Materie – sondern Welt.
Nicht Zustand – sondern Bewegung.
Pulsation
Wirklichkeit ist keine statische Ordnung.
Sie ist Bewegung.
Nicht linear, sondern zyklisch:
Verdichtung, Hemmung, Entladung, Neuordnung.
Alles, was ist, steht in diesem Zusammenhang.
Verdichtung
Form ist gebundene Bewegung.
Materie ist keine Substanz,
sondern Verdichtung von Pulsation.
Stabilität ist kein Gegenpol zur Bewegung,
sondern ihr Moment.
Entladung
Jede Verdichtung trägt ihre Auflösung in sich.
Bewegung kehrt zurück.
Strukturen lösen sich, verschieben sich, transformieren sich.
Stillstand existiert nicht.
Resonanz
Bedeutung entsteht nicht isoliert.
Sie entsteht, wenn Bewegung auf Bewegung trifft.
Wenn Strukturen zueinander in Übereinstimmung treten.
Resonanz ist keine Metapher,
sondern Bedingung von Erkenntnis.
Mensch
Der Mensch steht nicht außerhalb der Welt.
Er ist kein Beobachter über der Wirklichkeit,
sondern ein Resonanzpunkt in ihr.
In ihm wird die Struktur sichtbar,
die ihn zugleich hervorbringt.
Konsequenz
Was als Trennung erscheint –
Geist und Materie, Subjekt und Objekt –
ist eine perspektivische Aufspaltung.
Die Wirklichkeit ist eine.
Und sie ist in Bewegung.